Mein Weg

Es sind oft Grenzerfahrungen, die unser Bewusstsein zu einer neuen Sichtweise herausfordern.

Die Diagnose mit dem Namen "Krebs", ist so eine Herausforderung und sie beginnt unmittelbar, ohne Vorwarnung, ohne Fluchtmöglichkeit. 

Der Tod wird zum alltäglichen Begleiter. Doch was man auch wahrnehmen kann:  der Tod lenkt unser Bewusstsein auf die Einmaligkeit des Daseins und erzwingt gleichzeitig eine veränderte  Sicht auf das Leben, und das in unvergleichbar Weise, verbunden mit der Chance, unsere Selbstheilungskräfte voranzutreiben. 

                                      
Glück definiert sich für mich zu einem Zustand, der aus Mut und Neugier geboren wird, entdeckt bei der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Gespräche mit Heilkundigen, Forschern, Ethnologen und Ärzten aus der ganzen Welt offenbarten mir: es gibt nicht das viel beschworene "Eine" Mittel aus der Katastrophe "Krebs". 

Jeder Krebs ist so einmalig wie sein Wirt. Heute kann die molekulargenetische Forschung berichten: jede Krebszelle hat ihren eigenen genetischen "Fingerabdruck" und braucht schlussfolgernd, eine ebenso individuelle Behandlung.

Und genau hier liegt der entscheidende Hinweis für Betroffene: 

Einmalige Menschen brauchen individuelle Konzepte. Das kann Schulmedizin momentan nicht allein erbringen und selbst Heilpraktiker müssen aus einem unglaublich großen Pool von Anwendungen die "passenden" Mittel für den jeweiligen Patienten auswählen.

 

Unser Überlebensmechanismus wird jedoch vorallem von einem Grundsatz gelenkt: durch aktive Mitarbeit Betroffener in jeder Behandlungsphase. Wenn Wissen und Bauchgefühl die gleichen Chancen bekommen, wird der Weg frei für Heilung und selbstbestimmtem Leben. 


Während meiner Studienreisen erkannte ich:

Die Vernetzung von angewandter Forschung und die vielfältige Erfahrungsheilkunde unserer Vorfahren ist Vorraussetzung für eine effektive und menschliche Medizin, die sowohl die Persönlichkeit achtet, als auch den Einsatz natürlicher Ressourcen integriert.

 
Ich denke nicht nur an die wunderbaren Heilkräfte unserer Pflanzen und Mineralien, sondern auch und vor allem an unsere Ernährung, die durch industrielle Bearbeitung keine „Nahrung für das Leben“ mehr ist und unser persönliches soziales Umfeld.
Hier entstehen die häufigsten Ursachen aller Erkrankungen.

Jahrelang glaubte man, dass viele Krankheiten unabänderlich genetisch vorprogrammiert sind.
Die Forschungen der Epigenetik zeigen jedoch, dass unsere „Genschalter“ sich an unsere Lebensbedingungen anpassen können. Ein hochentwickeltes Signalnetz steht im ständigen Informationsaustausch im Körper und sorgt für das „An-und Abschalten“ der Gene. Ein flexibler Überlebensmechanismus der Evolution.
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Der bekannte Biophysiker Bruce Lipton schrieb einmal:
„Gene entscheiden nicht über unser Schicksal, sondern unsere inneren Bilder steuern
die Biochemie. Liebe ist das stärkste Signal.“

Ausgerechnet Physiker erbrachten neue Erkenntnisse zu Signalwegen in unseren Zellen und damit auch ein Erklärungsmodell für die Wirksamkeit des Heilens durch Handauflegen.

Auch in der Charitè Berlin wurde diese alteTradition eingeführt. Zu überzeugend sind die Ergebnisse.

 

Prof. Dr. F. Albert Popp aus Deutschland entwickelte sogar eine Regulationsdiagnostik, die eine Verbindung der Organe mit den Akupunktur-Punkten durch wissenschaftliche Methodik erfasst.

Kurz vor seinem Tod lernte ich 2009 Dr. O.Carl Simonton (USA), ein Pionier der Psychoneuroimmunologie  kennen, nach dessen Visualisierungstechniken in Kliniken der ganzen Welt gearbeitet wird. Seine Methoden zeigen wunderbar, wie unser Bewusstsein die Selbstheilungskräfte regulieren kann.
Das gilt natürlich auch im Negativen. Viele Ärzte unterschätzen den "Nocebo"effekt unachtsamer Worte und löschen dadurch das „Lebensfeuer“ einer Seele.

 

Das alte europäische Erfahrungswissen bietet umfangreiche Erkenntnisse zu Krankheits-und Heilprozessen, die besonders durch Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert in einer nie da gewesenen Präzision dargestellt wurden. Sie entwickelte  u.a. eine Psychotherapie, in der sie 35 seelische Risikofaktoren den zugehörigen Organen und damit Krankheiten zuordnete. Viele Jahrhunderte später wurde bewiesen, dass unser autonomes Nervensystem innerhalb der Wirbelsäule mit sämtlichen Organen und Systemen über biochemische Signale kommuniziert. Ihr komplettes medizinisches Werk ist bis heute nicht vollständig übersetzt. Aber erstaunlich ist die therapeutische Vielfalt und ihre visionäre Bildersprache.

 

Paracelsus war der Meister der abendländischen Heilkunst. Homöophatie, Spagyrik (aus der Alchimie hervorgegangen), anthroposophische Medizin und die moderne Chemie sind ohne ihn nicht denkbar.
Seine Art der Beobachtung des Menschen und der Natur ist in den heute vorgegebenen Strukturen unseres "Gesundheits"-Systems nicht mehr vorgesehen. Oft sind dutzende Fachärzte nötig, bis die Beschwerden eines Patienten eindeutig einer Ursache zugeordnet werden können. Die Spezialisierung der einzelnen Fachbereiche ermöglicht keine „Gesamtbetrachtung“ des Menschen und vernachlässigt vorallem die seelischen Ursachen eines Krankheitsprozesses.

 

Meister Tomasz Nowakowski : " Zwischen Wissen und Verstehen ist ein Unterschied, zwischen Verstehen und Verwirklichen ist ein großer Unterschied.

Die wahre Weisheit ist wissen, verstehen und verwirklichen."